Kursreihe zu Tierschutz und Tierschutzrecht im Zusammenhang mit Assistenzhunden
Teil 1: Einführung: Tierschutzrecht verstehen
• Was ist Tierschutzrecht?
• Abgrenzung Tierschutz und Tierschutzrecht:
- Tierschutz ("Was ist aus Sicht des Tieres artgerecht?" - ideale Lebensbedingungen)
- Tierschutzrecht ("Was ist rechtlich verboten/erlaubt?" - Mindestanforderungen an Lebensbedingungen unter Berücksichtigung unterschiedlicher Interessen)
• Geschriebenes Tierschutzrecht: Verfassung, Gesetze, Verordnungen
• Gelebtes Tierschutzrecht: Anwendung durch Behörden, Kontrolle durch Gerichte
• Zutrittsrecht, Gefahrenabwehrrecht, Tierhalterhaftung
• Der Assistenzhund als Hilfsmittel
• Tierschutzrechtliche Anforderungen an Assistenzhunde und ihre Halter*innen
Umfang: 1,5 Stunden
Teil 2: Wissen und Kompetenzen: Tierschutzrecht in Ausbildung und Prüfung der Mensch-Assistenzhund-Gemeinschaft (MAG)
• Überblick: Tierschutz- und tierschutzrechtliche Bezüge in BGG und AHundV: Ausbildungsziele und Ausbildungsinhalte - Zweck, Ziele und Inhalte der Prüfung zur MAG
• Wissen zu Tierschutz und Tierschutzrecht für die MAG-Prüfung, u. a.
- Ernährung und Pflege
- Auslauf und Sozialkontakte, Verbot tierschutzrechtswidriger Bewegungseinschränkung
- Gebote und Verbote bei Ausbildung, Training und Erziehung von (Assistenz)hunden, u. a. Verbot der Überforderung, verbotene Methoden und Hilfsmittel
- Verbot rechtswidriger Amputationen und von so genannten Qualzuchtmerkmalen
- Spezifische Bedürfnisse eines Assistenzhundes: Grundbedürfnisse - Pausen - Ruhezeiten - angemessene Beschäftigung
• Tierschutz(rechts)konforme Durchführung des praktischen Prüfungsteils: Prüfungsdauer, Pausen, Abbruch der Prüfung, u. a.
• Tierschutz- und tierschutzrechtliche Kompetenzen und Fähigkeiten im praktischen Prüfungsteil, u. a. Umgang der Halter*in mit dem Hund, Reaktion auf Anzeichen von Überforderung, etc.
• Kompetenzen der Fachprüfer*innen zur Beobachtung, Einordnung, Beurteilung und ggf. Bewertung tierschutz- oder tierschutzrechtlich relevanter Situationen
• Relevanz tierschutzrechtswidriger Amputationen und so genannter Qualzuchtmerkmale in der Prüfung
• Grenzen von Kompetenzen
Umfang: 2 Stunden
Teil 3: Tierschutz- und Tierschutzrecht in der Prüfungspraxis Anhand von Beispielsfällen,
• Unterbringung von Hunden in Kennels oder Boxen
• Hunde mit "Qualzuchtmerkmalen"
• Prüfungsdauer und Tierschutzrelevanz
• Umgangston mit einem Hund
• u.m
Umfang: 1,5 Stunden
Änderungen vorbehalten
Zum Referenten:
Johannes Sperling ist stellvertretender Sprecher des Arbeitskreises der Blindenführhundhaltenden im DBSV und dort auch Ansprechpartner der AG Qualitätssicherung
Nach einem Jura-Studium in Marburg hat er Skandinavistik mit Nebenfach Jura (M.A.) in Berlin studiert.
Er setzt sich seit vielen Jahren für die Rechte von Assistenzhundhaltenden ein und hat unter anderem die Einführung von Regelungen im BGG sowie der AHundV begleitet.
Als freiberuflicher Referent bietet Johannes Sperling seit 2021 Vorträge und Workshops zu rechtlichen Fragen im Zusammenhang mit Assistenzhunden an.